Unter Arthrose versteht man Verschleißveränderungen von Gelenken, in erster Linie des Gelenkknorpels. Dieser verliert seine Elastizität und wird abgerieben. Neben der mechanischen kommt auch eine biochemische Kaskade der Gelenkzerstörung durch Freisetzung von Entzündungsmediatoren in Gang, die zu Entzündungen des Gelenkes führt und am Ende das Gelenk zerstören kann. Für den Patienten äußert sich dies in Anlaufschmerz bei Bewegung, Steifigkeit, und im späteren Verlauf auch schubweise wiederkehrende Schwellungen. Durch die schmerzbedingte Schonung des Gelenkes mit weniger Bewegung und Belastung kommt es zu einer Minderversorgung des Knorpels mit Nährstoffen. Da bereits zerstörter Knorpel nicht mehr neu gebildet werden kann, ist die Vorbeugung und die frühzeitige Behandlung von Gelenkverschleiß besonders wichtig.

Behandlung

Hyaluronsäureinjektionen in arthrotische Gelenke lindern Beschwerden und verbessern die Beweglichkeit. Bei dieser Therapie wird von außen zugesetzt, was im Gelenk eigentlich vorhanden ist, bei der Arthrose aber vermindert produziert wird.

Die Behandlung erfolgt einmal pro Woche über einen Zeitraum von 3-5 Wochen abhängig vom verwendeten Präparat. Die Beschwerdebesserung hält über viele Monate an, teilweise über ein Jahr.

Die Kosten werden nach der GOÄ abgerechnet und von den privaten Kassen erstattet.

Was ist Hyaluronsäure?

Biochemisch gesehen ist Hyaluronsäure ein Polysaccharid (Zucker) und im Gelenk Bestandteil der extrazellulären Matrix von Gelenkinnenhaut und Gelenkknorpel.

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Stoff, der beim Menschen überall dort vorkommt, wo Feuchtigkeit gespeichert werden soll, bzw. wo sich Gewebe aneinander bewegt,
beispielsweise der Glaskörper des Auges, der Tränenfilm, der Knorpel, die Gelenkschmiere, sämtliche Schleimhäute des Körpers, aber auch die Grundsubstanz der Haut, die sogar zur Hälfte aus Hyaluronsäure besteht. Dabei übernimmt Hyaluronsäure verschiedene Funktionen. Sie kann Platzhalter sein, Feuchtigkeit in großen Mengen aufnehmen und speichern, Schmierstoff sein, aber auch Transportmedium für Nährstoffe oder Filter gegen Entzündungsmoleküle.

Ein Mangel an Hyaluronsäure in verschiedenen Geweben ist nicht selten und verstärkt sich im Alter. Dies kann insbesondere an Gelenken zu unangenehmen Beschwerden führen. Es hat sich gezeigt, dass der Gehalt an Hyaluronsäure nach Operationen wie z.B. Gelenkspiegelungen vermindert ist.

Wie ensteht Arthrose?

Folgende Faktoren begünstigen Arthrose:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Überbelastung (z.B. Fußball, Handball, Sqash über Jahre)
  • Fehlstellung von Gelenken
  • Entzündungen und Infektionen
  • Gelenkverletzungen

Was passiert am Knorpel und welche Rolle spielt die Hyaluronsäure?

Arthrose ist auch durch eine Verminderung der Hyaluronsäureproduktion gekennzeichnet. Dadurch kommt es zu einer Störung der Schmierung und damit zu einer Minderbenetzung des Knorpels. Der Gelenkknorpel besitzt keine ihn versorgende Blutgefäße und wird nur aus der Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig die Beweglichkeit des Gelenkes zu erhalten und die Qualität der Gelenkschmiere zu verbessern. Dies ist mit von außen zu geführter Hyaluronsäure sehr gut möglich. Durch Hyaluronsäure verbessert sich das Gleitvermögen und die Beweglichkeit. Schmerzen gehen zurück.

Die Behandlung mit Hyaluronsäure ist besonders wirkungsvoll an Synovialgelenken wie:
Knie, Hüfte, Schulter, Sprunggelenk, Finger und Zehengelenke, aber auch an den Facettengeleken der Wirbelsäule.