Die Stammzelltherapie ist eine moderne Therapieform um Gewebedefekte zu behandeln und die Heilung zu beschleunigen. Seit 2007 können mit der Harvest–Methode Stammzellen aus dem Knochenmark ohne Kultivierung im Labor angereichert werden.

Im orthopädischen Fachgebiet kommt die Stammzelltherapie vor allem bei Knorpel- und/oder Knochendefekten zum Einsatz.

Pluripotente Stammzellen können sich in alle im Körper vorhandenen Gewebetypen verwandeln und somit auf natürlichem Weg die Heilungschancen deutlich erhöhen.

Im Rahmen der Operation wird aus dem Beckenkamm mit einer Nadel Knochenmark entnommen. Aus diesem Material wird über Zentrifugation ein Stammzellkonzentrat gewonnen, welches dann noch während der Operation in den zu behandelnden Defekt im Knorpel oder Knochen eingebracht wird. Es entfällt somit die sonst übliche Zweitoperation. Die Stammzellen differenzieren sich in den sie umgebenden Gewebetyp. So werden aus in einen Knorpeldefekt eingebrachten Stammzellen Knorpelzellen. In einen Knochendefekt eingebrachte Stammzellen differenzieren sich zu Knochenzellen.

Die Daten aus den Operationen mit Stammzellen werden derzeit wissenschaftlich ausgewertet.