(künstlicher Gelenkersatz) Der Ersatz unfall- oder abnutzungsbedingt zerstörter Gelenke durch künstliche Gelenke ist ein seit Jahren bewährtes Operationsverfahren. Bei sorgfältiger Technik und Verwendung modernster Materialien lassen sich sehr gute Langzeitergebnisse erreichen.

In der ORTHOPÄDIE BAVARIA wird das gesamte Spektrum der Hüft-, Schulter-, Sprunggelenk- und Knieendoprothetik inclusive Wechseloperationen angeboten. Die verwendeten Implantate richten sich nach den individuellen Erfordernissen. Zum Einsatz kommen zementfreie, teilzementierte und zementierte Prothesensysteme. Mit minimalinvasiven Operationsmethoden wird das umgebende Gewebe optimal geschont wodurch die postoperativen Schmerzen reduziert und Rehabilitationszeit verkürzt werden kann.

Fingergelenk

Eine häufige Erkrankung der Hand ist die Arthrose des
Daumensattelgelenkes, die sog. Rhizarthrose.
Sind die konservativen Maßnahmen, wie Hyaluronsäureinjektionen, Splintversorgung und Ergotherapie ausgeschöpft kommt eine Operation in Betracht.

Dabei hat die Implantation einer zementfreien Daumensattelgelenkprothese gegenüber der Sehnenplastik (Rhizoplastik) durch bessere Stabilität und bessere Beweglichkeit sowie kürzere Rahabilitation an Bedeutung gewonnen.

Die Ärzte der ORTHOPÄDIE BAVARIA verfügen über eine der längsten und zahlenmäßig größten Erfahrung mit der zementfreien Implantation der Elektra–Prothese in Deutschland.

Die Implantation von Swanson-Implantaten bei Arthrose der Grundgelenke verwenden wir überwiegend bei Patienten mit rheumatoider Arthritis.

Hüftgelenk

Nach aktuellen Untersuchungen leiden etwa 5 Prozent der über 55 jährigen unter den Auswirkungen des Hüftgelenkverschleißes. 30 bis 40% der Patienten sind beidseitig betroffen. 2007 wurden in Deutschland über 150.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt (Quelle: Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gmbH).

Leidet die Lebensqualität trotz konservativer Therapie (Physiotherapie, Schmerzmittel, Injektionen uws.) und sind Beschwerden und Funktionseinschränkungen nicht mehr beherrschbar, wird es Zeit, sich intensiver mit dem Gedanken an eine Operation auseinander zu setzen.

Die Entscheidung, ob ein künstliches Hüftgelenk implantiert werden sollte, treffen Sie gemeinsam mit Dr. med. Nowak in der Sprechstunde. Falls Sie bisher noch nicht bei uns in Behandlung gewesen sind, können zeitnahe Termine in den Operationssprechstunden genutzt werden. Hier werden wir Sie anhand aktueller Röntgenbilder und Ihren individuellen Beschwerden ausführlich beraten. Auch die Methode des Hüftgelenksersatzes wird bereits hier mit Ihnen gemeinsam festgelegt.

Grundsätzlich unterscheiden sich künstliche Hüftgelenke bezüglich ihrer Fixierung im Oberschenkel- und Beckenknochen (zementfrei oder zementiert), ihrer Gleitpaarung (Keramik, Metall oder Kunststoff) und des Umfanges der zu ersetzenden Gelenkpartner (herkömmliche Hüftprothese oder knochensparender Oberflächenersatz). Jede Methode weist Vor- und Nachteile auf und muss Ihren individuellen Bedingungen angepasst werden.

Auf Grund der verwendeten modernen Materialien, weisen Hüftprothesen heute eine gute durchschnittliche Lebenserwartung auf. Aus Statistiken ist bekannt, dass nach einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren noch 95% aller versorgten Patienten mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Im ersten Schritt der Operation wird der Hüftkopf und der Schenkelhals vom Oberschenkelknochen abgetrennt. Mit Spezialfräsern wird nun das so genannte Pfannenbett im Beckenknochen aufbereitet. Sobald die verschlissene Oberfläche abgetragen ist, wird entweder mit Knochenzement (chirurgischer Acrylklebstoff) eine neue Kunststoffpfanne eingeklebt oder mit kräftigen Hammerschlägen eine Hüftpfanne aus Titan eingeschlagen (Presspassung).
Im weiteren Verlauf der Operation wird nun das Bett für den Prothesenschaft im Oberschenkelknochen geschaffen. Seine Aufgabe ist es, den neuen Hüftkopf zu tragen. Auch der Schaft wird entweder eingeklebt (zementiert) oder eingeschlagen (zementfrei). Das Ende des Schaftes besitzt einen Konus, auf den dann der neue Hüftkopf aufgesteckt wird. Abschließend renkt der Operateur das neue Gelenk ein und die Wunde wird in mehreren Schichten wieder vernäht.

Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und wird in Vollnarkose oder Rückenmarksnarkose durchgeführt.

Ablauf Hüftgelenkersatz

Die Entscheidung für den künstlichen Gelenkersatz treffen Sie gemeinsam mit Dr. med. Nowak während der Sprechstunde in den Räumen unserer Praxisklinik. Von unseren Mitarbeitern erhalten Sie einen Termin, wobei wir bemüht sind, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Die Operation erfolgt in der Decker Klinik in München Schwabing oder in der Klinik Dr. Schreiber in Bogenhausen.
Die Operationsvorbereitung findet etwa zwei bis drei Wochen vor Ihrem Eingriff statt. Von Dr. Nowak werden sie detailliert zur bevorstehenden Operation aufgeklärt. Daneben werden Laboruntersuchungen, ggf. auch Eigenblutspende, Lungenröntgen und ein EKG angefertigt. Den Abschluss des Vorbereitungstages bildet ein Gespräch mit dem Narkosearzt, der Sie wiederum zu den Möglichkeiten und Risiken der Narkose aufklären wird.

Am Vorabend der Operation finden Sie sich auf der Station ein. Sie sind in modern ausgestatteten Zwei- und Dreibettzimmern untergebracht. Einzelzimmer sind gegen Gebühr nach Voranmeldung verfügbar. Der Eingriff erfolgt am nächsten Tag. Zu Ihrer Sicherheit verbringen Sie die erste Nacht nach der Operation auf der chirurgischen Wachstation. Bereits am nächsten Tag werden Sie mit Hilfe der Physiotherapeuten erste eigene Schritte mit Ihrem neuen Gelenk unternehmen.

Die Pflege wird von den Schwestern des Krankenhauses übernommen, um alle ärztlichen Belange kümmern wir uns. Dazu gehören selbstverständlich tägliche Visiten. Bei Besonderheiten steht Dr. Nowak oder Ärzte der Belegklinik auch sofort zur Verfügung.

Ihr Entlassungszeitpunkt ist gekommen, wenn die Wunde gut verheilt ist, Sie in der Lage sind sicher an Unterarmstützen zu gehen, und das operierte Gelenk gut bewegt werden kann. Erfahrungsgemäß sind dafür 7 bis 10 Tage ausreichend. Noch während des Aufenthaltes auf der Station werden Sie von einer Sozialarbeiterin des Krankenhauses aufgesucht. Sie wird gemeinsam mit Ihnen einen Antrag auf Anschlussheilbehandlung (Reha) ausfüllen. Kurort und –zeit bestimmt der Kostenträger (Krankenkasse), wir haben hierauf keinen Einfluss.

Nach Beendigung der Reha sind etwa 5 Wochen (seit der Operation) vergangen und Sie können in der Wohnung bereits ohne Stützen laufen und sogar wieder selbst Auto fahren. Die weitere Betreuung erfolgt nun wieder bei Ihrem Operateur in der Praxisklinik. Tägliche Spaziergänge sind jetzt das beste Training, um Ihre Muskulatur wieder auf Vordermann zu bringen.

Erfahrungsgemäß sind die meisten Beschwerden nach 3 Monaten abgeklungen und die normale Teilhabe am täglichen Leben ist wieder gegeben. Empfohlene und sichere Sportarten nach Gelenkersatzoperationen sind Schwimmen, Wandern, Skilanglauf und Radfahren. Sportarten mit Stoßbelastungen wie Joggen, Ballsportarten, Alpinski und Fallschirmspringen dagegen bergen das Risiko einer frühzeitigen Auslockerung Ihrer Prothese.

Haben Sie weitere Fragen? Bitte fragen Sie uns in der Sprechstunde oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Kniegelenk

Im Jahr 2007 sind in Deutschland über 136.000 Knieendoprothesen implantiert worden. Indikation ist die Kniegelenksarthrose, die im Gegensatz zur Arthrose des Hüftgelenkes häufig unfallbedingt ist. Nach einer Meniskusverletzung beträgt das Risiko am Kniegelenksverschleiß zu erkranken nach 20 Jahren immerhin 97%. Daneben spielen genetische Faktoren und Übergewicht eine wichtige Rolle.
Heute verfügen wir über eine ganze Reihe von Operationstechniken, um die Funktion verletzter und arthrotischer Gelenke zu verbessern.

In vielen Fällen können wir v.a. bei einseitig verschlissenen Gelenken durch Achskorrekturen, ggf. in Kombination mit einer Knorpelbehandlung (Abrasionsarthroplastik, Mosaikplastik, Mikrofracturing, Knorpeltransplantation, Stammzelltherapie, etc.) die Implantation von Knieprothesen vermeiden.

Ist der Verschleiß des Gelenkes zu fortgeschritten, ist die Implantation eines künstlichen Kniegelenkes erforderlich.

Heute werden fast durchweg Prothesen verwendet, bei denen nur die Gelenkflächen ersetzt werden und die Bänder erhalten bleiben. Diese sog. Schlittenprothesen können bei einseitigem Verschleiß in bestimmten Fällen auch als Halbschlittenprothese („Hemischlitten“ oder „unicondylärer Schlitten“) eingesetzt werden. Hierfür verwenden wir spezielle minimalinvasive Zugänge.

Nur bei ungewöhnlich ausgeprägten Fällen mit erheblicher Bandinstabilität und Achsfehlstellung sowie bei komplizierten Prothesenwechseln verwenden wir Achsprothesen.

Bei der Auswahl des Implantates richten wir uns sowohl nach der Knochenqualität als auch nach den Bedürfnissen des Patienten.
Unsere zementfreien Implantate sind aus reinem Titan mit spezieller Oberflächenbeschichtung. Dies ermöglicht eine extrem hohe Belastbarkeit kombiniert mit minimalem Abrieb. Wir verwenden aber auch Modelle, die speziell an die anatomischen Gegebenheiten von Frauen angepasst sind und gegenüber anderen Implantaten eine noch höhere Beugefähigkeit ermöglichen.

Am Anfang der Behandlung stehen Krankengymnastik, Gewichtsreduktion, Bandagen, Schmerzmittel und Injektionen mit Kortison und Hyaluronsäure enthaltende Präparate. Beschwerdelindernd wirken auch alternative Verfahren wie die Akupunktur oder Hochtontherapie. Zunehmende Bedeutung gewinnen auch Glucosamin und Chondroitin enthaltende Nahrungsergänzungsmittel.

Die konservative Therapie gilt als erschöpft, wenn die Lebensqualität entschieden unter den Schmerzen und Bewegungseinschränkungen leidet. Die Entscheidung, ob ein künstliches Kniegelenk implantiert werden sollte, treffen Sie gemeinsam mit uns in der Sprechstunde. Falls Sie bisher noch nicht bei uns in Behandlung gewesen sind, können zeitnahe Termine in den Operationssprechstunden genutzt werden. Hier werden wir Sie anhand aktueller Röntgenbilder und Ihren individuellen Beschwerden ausführlich beraten.

Die Operation erfolgt am Krankenhaus Freital. Sie dauert im Durchschnitt etwas länger als 60 Minuten und wird in der Rückenmarks- oder Vollnarkose durchgeführt. Anders als beim herkömmlichen Ersatz des Hüftgelenkes, werden nur die Oberflächen des Kniegelenkes ausgewechselt. Vergleichbar mit Zahnkronen werden neue Gleitflächen auf den Ober- und Unterschenkelknochen aufgebracht. Der Bandapparat mit der Kniescheibe sorgt weiterhin für die Gelenksführung und Stabilität. Die Fixierung der Bauteile erfolgt, in Abhängigkeit von Ihrer Knochenfestigkeit, mit oder ohne Knochenzement.

Die individuelle Lebenserwartung eines künstlichen Kniegelenkes kann schwer voraus gesagt werden. Aus Statistiken ist aber bekannt, dass nach 10 Jahren etwa 95% aller Patienten noch immer mit ihrem Gelenkersatz zufrieden sind.

Ablauf Kniegelenkersatz

Die Entscheidung für den künstlichen Gelenkersatz treffen Sie gemeinsam mit Dr. med. Nowak während der Sprechstunde in den Räumen unserer Praxisklinik. Von unseren Mitarbeitern erhalten Sie einen Termin, wobei wir bemüht sind, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Die Operation erfolgt in der Decker Klinik in München Schwabing oder in der Klinik Dr. Schreiber in Bogenhausen.

Die Operationsvorbereitung findet etwa zwei bis drei Wochen vor Ihrem Eingriff statt. Von Dr. Nowak werden sie detailliert zur bevorstehenden Operation aufgeklärt. Daneben werden Laboruntersuchungen, ggf. auch Eigenblutspende, Lungenröntgen und ein EKG angefertigt. Den Abschluss des Vorbereitungstages bildet ein Gespräch mit dem Narkosearzt, der Sie wiederum zu den Möglichkeiten und Risiken der Narkose aufklären wird.

Am Vorabend der Operation finden Sie sich auf der Station ein. Sie sind in modern ausgestatteten Zwei- und Dreibettzimmern untergebracht. Einzelzimmer sind gegen Gebühr nach Voranmeldung verfügbar. Der Eingriff erfolgt am nächsten Tag. Zu Ihrer Sicherheit verbringen Sie die erste Nacht nach der Operation auf der chirurgischen Wachstation. Bereits am nächsten Tag werden Sie mit Hilfe der Physiotherapeuten erste eigene Schritte mit Ihrem neuen Gelenk unternehmen.

Die Pflege wird von den Schwestern des Krankenhauses übernommen, um alle ärztlichen Belange kümmern wir uns. Dazu gehören selbstverständlich tägliche Visiten. Bei Besonderheiten steht Dr. Nowak oder Ärzte der Belegklinik auch sofort zur Verfügung.

Ihr Entlassungszeitpunkt ist gekommen, wenn die Wunde gut verheilt ist, Sie in der Lage sind sicher an Unterarmstützen zu gehen, und das operierte Gelenk gut bewegt werden kann. Erfahrungsgemäß sind dafür 7 bis 10 Tage ausreichend. Noch während des Aufenthaltes auf der Station werden Sie von einer Sozialarbeiterin des Krankenhauses aufgesucht. Sie wird gemeinsam mit Ihnen einen Antrag auf Anschlussheilbehandlung (Reha) ausfüllen. Kurort und –zeit bestimmt der Kostenträger (Krankenkasse), wir haben hierauf keinen Einfluss.

Nach Beendigung der Reha sind etwa 5 Wochen (seit der Operation) vergangen und Sie können in der Wohnung bereits ohne Stützen laufen und sogar wieder selbst Auto fahren. Die weitere Betreuung erfolgt nun wieder bei Ihrem Operateur in der Praxisklinik. Tägliche Spaziergänge sind jetzt das beste Training, um Ihre Muskulatur wieder auf Vordermann zu bringen.

Erfahrungsgemäß sind die meisten Beschwerden nach 3 Monaten abgeklungen und die normale Teilhabe am täglichen Leben ist wieder gegeben. Empfohlene und sichere Sportarten nach Gelenkersatzoperationen sind Schwimmen, Wandern, Skilanglauf und Radfahren. Sportarten mit Stoßbelastungen wie Joggen, Ballsportarten, Alpinski und Fallschirmspringen dagegen bergen das Risiko einer frühzeitigen Auslockerung Ihrer Prothese.

Haben Sie weitere Fragen? Bitte fragen Sie uns in der Sprechstunde oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Schulter

Ist die Zerstörung des Schultergelenkes sehr fortgeschritten werden Schulterprothesen implantiert.

In den meisten Fällen ist der Ersatz durch eine minimal invasiv implantierte CUP-Prothese oder auch eine Humerusschaftprothese ausreichend. Bei der CUP–Prothese wird lediglich die Gelenkfläche am Oberarmkopf ersetzt.

Nur bei sehr starker Zerstörung der Gelenkpfanne wird ein sog. Glenoidimplantat verwendet.

Bestehen neben der Arthrose zusätzlich große Sehnendefekte, so ist die Funktion der Schulter nur durch eine Deltaprothese (auch Inversprothese genannt) wiederherzustellen.

Wir verwenden alle gängigen Arten von Schulterprothesen und führen auch Prothesenwechsel durch.

Sprunggelenk

Bei sehr fortgeschrittenen Arthrosen des oberen Sprunggelenkes, bei denen keine konservativen oder minimalinvasiven Behandlungen mehr möglich sind, ist die Implantation einer zementfreien Sprunggelenkprothese erforderlich.

Voraussetzung ist eine weitgehend korrekte Beinachse und eine ausreichende Knochenqualität.

Die damit erreichbaren funktionellen Ergebnisse und das Gangbild sind in aller Regel erheblich besser als bei Versteifungsoperationen.

Zehengelenk

Neue Entwicklungen in der zementfreien Implantation der Großzehengrundgelenkprothese lösen zunehmend die herkömmlichen Operationstechniken der Arthrose des Großzehengrundgelenkes, des sog. Hallux rigidus, ab.

So führen wir heute die Versteifung des Gelenkes (Arthrodese) oder das Ausschneiden des Gelenkes (Keller/ Brandes Operation) nur noch in speziellen Fällen durch.

Vorteil der neuen Prothesengenerationen ist die Kombination aus guter Beweglichkeit und Stabilität mit guter „Rückzugsmöglichkeit“ bei Versagen der Prothese durch sehr sparsame Knochenresektion.